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Norway-Cup - mehr als nur Fußball

Kategorie: Der Verein
Veröffentlicht am Donnerstag, 08 August 2019

Austausch mit unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Ländern am internationalen Norway-Cup

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geschrieben von einem Jugendspieler


Bevor es losging, fragte sich jeder, der nicht schon einmal auf dem internationalen Turnier war, wie die Menschen und das Verhalten dort sein würde. Wen man kennenlernen, wie man miteinander umgehen und wie man sich verständigen würde. Wir merkten schnell, dass zumindest der letzte Punkt recht einfach zu beantworten war, da die Leute entweder einige Brocken Deutsch verstanden oder auf das gute alte Englisch zurückgreifen konnte. Als wir am Flughafen in Oslo ankamen, lernten wir als erstes unseren Guide kennen, die vor Ort unsere Ansprechpartnerin war. Das war Katharina, eine halb Deutsche, halb Norwegerin, die in unserem Alter war und dank ihrer deutschen Wurzeln perfektes Deutsch sprach. Sie führte uns zunächst zu unserer Unterkunft und erklärte uns freundlich einige Sachen, z.B. wie die Essensausgabe geregelt ist oder wie man am besten zu den Spielen kam. Die ganze Mannschaft verstand sich von Anfang an mit ihr sehr gut und mit der Zeit wurde das Verhältnis freundschaftlich. Beim gemeinsamen Essen, mit anderen Teams, blieb leider jede Gruppe unter sich, da man zum Teil zu unterschiedlichen Uhrzeiten aß und sich vor allem natürlich zu seinen Freunden setzte.
Da wir oft in der Stadt waren, viel uns die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft vieler Norweger auf, die aber alle Verständnis für unsere Unkenntnis oder eventuell dummen Fragen hatten. Zudem viel uns auf, dass vor allem das Bezahlen in Geschäften, durch den immensen Ausbau des Kartenzahlens sehr einfach war und man so nicht umständlich die unbekannten Münzen zählen musste.
Wir gingen in einige Museen, um mehr über die Geschichte und bekannte Personen des Landes zu erfahren. Unter anderem das Wikinger Museum oder das Kon-Tiki Museum, in dem auf sehr eindrucksvolle Weise die Expedition von Thor Heyerdahl erklärt wurde. Wir besichtigten ebenfalls den Hafen und hatten die Gelegenheit früh am Morgen in der noch schlafenden Stadt die Gärten des Schlosses zu besichtigen.

An den Abenden waren wir meistens auf einem Platz vor unserer Schule, dort lernten wir auch eine Gruppe von Mädchen kennen, die aus Oslo kamen und uns nach einem Fußball fragten. Wir kamen ins Gespräch und verstanden uns auf Anhieb gut. Wir trafen uns oft nach den Spielen, bei denen sie auch zuguckten und sind nach dem Turnier dank sozialer Netzwerke noch in Kontakt.
Die Mädchen erzählten uns so einiges über die Menschen und die Gewohnheiten, wir unterhielten uns nur auf Englisch was aber erstaunlich gut funktionierte.


Eines Abends trafen wir uns nach einem Spiel, in der Kabine unseren Gegner des zweiten Gruppenspiels. Gegen die Erwartungen verstanden wir uns sehr gut und wir bekamen heraus, dass dieses norwegische Team in etwa den gleichen Musikgeschmack hatte wie wir und sogar einige deutsche Lieder hörte.

So kam es, dass wann immer man sich über den Weg lief, ein deutsches Lied von den Norwegern abgespielt wurde und das mit viel Gelächter entgegengenommen wurde.
Gegen Ende der Fahrt machte dann die Mannschaft auch immer öfter etwas ohne unsere Coaches. So fuhren wir mit Katharina nach Oslo und kamen so weit ins Gespräch, dass sie uns in das Private Strandhaus einlud. Da dies etwas außerhalb von Oslo lag, fuhren wir mit der Fähre zu dem Wohnhaus von ihr, um von da an das Strandhaus zu gelangen. An dem Abend kamen wir zum ersten Mal wirklich ins Gespräch und sie erzählte uns von der Schule, den Ferien und Feiern die in Oslo stattfinden.
Am letzten Abend luden wir sie dann mit dem Geld aus der Mannschaftskasse zum Essen ein und gingen dann gemeinsam mit ihr und den Trainern an einen Strand, um dort die Fahrt gemütlich ausklingen zu lassen. Wir redeten und lachten alle gemeinsam sehr viel bis wir uns dann wegen der frühen Abfahrtszeit am nächsten Morgen auf den Heimweg machten.
Am Tag der Abreise kamen trotz der frühen Uhrzeit sogar noch einige Mädchen, um uns zu verabschieden. Danach fuhren wir dann mit Katharina zum Flughafen, wo ihr dann noch die letzten Dankeswünsche gegeben wurden und sich dann alle leider verabschieden mussten.
In der Zeit in Oslo haben wir sehr gute Kontakte mit den Einheimischen knüpfen können, die bis jetzt noch anhalten. Wir waren froh über die Hilfe und Freundlichkeit unseres wirklich exzellenten Guides, die uns oft mit Rat und Tat zur Seite stand.

Alle Spieler sind froh, dass der SV Germania Salchendorf so eine ereignisreiche Fahrt organisiert. Das neben dem Fußball der Austausch mit anderen Menschen im Vordergrund steht und dadurch sich jeder von uns wünschte, dass solch eine Fahrt nie vorbei gehen würde.


copyright © 2017  SV Germania Salchendorf 1910 e.V.

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